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#15 Fragezeichen

Über den Umgang mit offenen, inneren Fragen




Es ist eine Sache, sich Fragen zu stellen, Dinge zu hinterfragen, hin und her zu bewegen und vielleicht neu betrachten zu können. Sich selbst dabei die Erlaubnis zu geben, dass Fragen erst einmal offen bleiben dürfen, dass etwas ungelöst sein darf, ist eine ganz andere Sache und oft gar nicht so leicht.


Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen, und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben, wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein. [Rainer Marie Rilke]

Vielleicht geht es dabei auch um die Erlaubnis an sich, etwas überhaupt offen zu lassen (bzw. lass zu dürfen). Und darum, genau das zu erkennen: dass ich selbst es bin, die ich mir diese Erlaubnis geben kann und darf. Vielleicht ist es auch wichtig zu verstehen, was mich daran hindert, mir diese Erlaubnis zu geben und mit dem Ungelösten sein zu können.


Beim Erkunden mögen dir diese Fragen vielleicht ein wenig helfen:


  • Wie geht es dir, wenn du offene Fragen, ungelöste Themen in dir bemerkst?

  • Was ist dein allererster Impuls?

  • Was tut sich in dir, wenn du innerlich einen Schritt zurücktrittst, wahrnimmst, dass da eine Frage offen ist, auf die sich so schnell keine Antwort finden lässt, ein Thema, zu dem es nicht gleich eine Lösung gibt und du dir die Erlaubnis gibst, dass das genau so sein darf?

  • Was macht das mit deinen Gedanken, wie reagiert dein Körper, was für Gefühle nimmst du wahr?

  • Und wie ist das, wenn du dir einen Moment Zeit lässt? Verändert sich etwas?

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